Dienstag, 18. Oktober 2016

Tage zwischen Ebbe und Flut von Carin Müller




Taschenbuch, Knaur TB 
01.09.2016, 288 S.

9,99 €


Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer. 
Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde.


Meine Meinung: 
Mir wurde das Buch unangefragt vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich erst einmal recht herzlich bedanken. 

Der Einstieg in die Geschichte ist mir durch den flüssigen Schreibstil sehr gut gelungen, man lernt die einzelnen Charaktere schnell besser kennen. 

Es wurde eindrücklich und einfühlsam beschrieben, wie sich die Krankheit auf eine ganze Familie auswirken kann, die Probleme der anderen Familienmitglieder werden schnell in den Hintergrund gedrängt. 

Die Ehefrau von Felix, Ellen, kam mir anfangs sehr kühl und relativ gefühlskalt vor, im Laufe der Zeit kann sie aber ein wenig besser verstehen. 

Diese Schiffsreise, die mich sehr an Das Traumschiff erinnert hat, lässt die Familienmitglieder sehr viel Zeit zum Nachdenken und Umdenken, das hat mir sehr gut gefallen. 

Alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen, aber es hat mir das gewisse Etwas gefehlt, ohne sagen zu können, woran das liegt. Ich kann dennoch eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben für alle, die sich für dieses Thema interessieren. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne. 

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