Sonntag, 11. Juni 2017

Die Dame mit dem blauen Koffer von Valerie Perrin



Hardcover, Knaur HC 

03.04.2017, 352 S.
18,00 €

Französisch charmant und mit dem richtigen Gespür für Tragik, Komik und zauberhafte Figuren verknüpft Valérie Perrin die Geschichte einer großen Liebe während des Zweiten Weltkriegs mit dem tragischen Familiengeheimnis einer jungen Frau. Ein berührender und warmherziger Roman über Erinnerungen und Familiengeheimnisse - generationenübergreifend erzählt durch die witzige und erfrischend junge Erzählerin Justine, die, seit sie sich erinnern kann, bei ihren Großeltern lebt. Ihre Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. 


Die quirlige und lebenshungrige Justine arbeitet als Altenpflegerin in einem Seniorenheim. Besonders rührend kümmert sie sich dabei um die 90jährige Hélène, die sich die meiste Zeit mit einem blauen Koffer am Strand, irgendwo im Süden Frankreichs, wähnt. Dort glaubt sie, von ihrem geliebten Mann Lucien erwartet zu werden.

Peu à peu erzählt sie der 21jährigen Justine die bewegende Geschichte ihrer großen Liebe, die während des Zweiten Weltkriegs nicht nur Verzweiflung und Verrat überdauern musste. Dadurch inspiriert begibt sich Justine schließlich selbst auf Spurensuche und kommt dem tragischen Geheimnis hinter dem Autounfall und Tod ihrer Eltern auf die Spur.

Meine Meinung:

Mir war das Buch unangefragt vom Verlag zur Verfügung gestellt, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen, ich war direkt in der Geschichte drin. Der Schreibstil der Autorin war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Man kam nicht so schnell voran, was zum Teil natürlich auch an der Geschichte liegt. 

Ich muss aber sagen, dass mir trotz der berührenden Lebensgeschichte von Helene die Emotionen gefehlt haben. Mich konnte das Buch leider nicht so wirklich packen, was ich sehr schade fand. 

Im zweiten Teil des Buches wurde es für mich dann doch interessanter und ich wollte einfach erfahren, wie die Geschichte von Helene und auch die von Justine ausgeht.

Alles in allem muss ich aber leider sagen, dass ich mir mehr von diesem Buch erhofft hatte. Ich kann dem Buch nicht mehr als 3,5 Sterne geben.




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