Dienstag, 29. August 2017

Runaway von David Sedlatzek



Wegen des Mordes an seiner Frau sitzt Frederick Hagel seit 18 Jahren in der geschlossenen forensischen Psychiatrie. Gefügig gemacht durch unzählige Medikamente. Ohne Aussicht auf Entlassung. Eines Abends läuft im Aufenthaltsraum die Übertragung eines belanglosen College-Baseballspiels. Eine Großbildaufnahme zeigt das Publikum. Er will nicht glauben, was er gerade dort oben auf dem kleinen Fernseher gesehen hat.

Meine Meinung:

Mich hatte der Klappentext total angesprochen und als der Verlag angefragt hat, ob ich dieses Ebook als Rezensionsexemplar anfragen möchte, habe ich dies gleich bestätigt. 

Man lernt erst einmal Frederick und seine Frau direkt vor dem ganzen Geschehen kennen. Dann kommt es dem Tod seiner Frau und Frederick findet sich in der geschlossenen forensischen Psychatrie wieder. Es wird dann von seiner Flucht erzählt, nachdem er seine Frau im Fernsehen wieder erkannt hat. 

Ich muss sagen, das Buch ist gerade ab der Hälfte wirklich atemberaubend spannend gewesen, aber ich fand es an einigen Stellen einfach zu unrealistisch, so dass es mir den Spaß daran etwas genommen hat. 

Zum einen hat mich dieser finanzielle Aspekt gestört. Er wirft mit dem Geld nur so um sich, dabei hat er nach seiner Flucht nur ganz kurz als Aushilfe gearbeitet. Zum anderen hat er jahrelang sehr starke Psychopharmaka bekommen, so dass er nach dem abrupten Absetzen ja starke Entzugserscheinungen haben müsste, er aber nur leichtes Muskelzucken beklagt. Das ist für mich völlig unrealistisch. 

Es waren für mich einfach zu viele Ungereimtheiten dabei. 

Alles in allem war dies ein spannender Thriller, der mich aber leider in vielem nicht nachvollziehbar war, so dass er mich nicht so ganz begeistern und überzeugen konnte. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne. 




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