Montag, 6. November 2017

Preiselbeertage von Stina Lund


Schweden: Das ist für Ariane das Land ihrer Kindheit, das Land mit dem roten Holzhaus ihrer Eltern am See, das Land der Preiselbeeren. Aber auch das Land, in dem sie nie wirklich zu Hause war, anders als ihre pragmatische Mutter und die lebensfrohe Schwester Jolante.

Seit Jahren war Ariane nicht mehr in Schweden. Gleich nach der Schule ist sie nach Deutschland ausgewandert, die ursprüngliche Heimat ihrer Eltern. Die waren nach der Wende aus der DDR nach Småland gezogen und sprachen nur selten von ihrem alten Leben.

Dann bekommt Ariane die Nachricht vom plötzlichen Tod ihres Vaters - und von einem Manuskript, das er ihr vererbt hat. Doch das scheint spurlos verschwunden. Gegen jede Vernunft geht Ariane zurück nach Schweden und hofft, dort endlich herauszufinden, wohin ihr Herz gehört.


Meine Meinung:

Ich bin durch eine Leserunde bei wasliestdu auf das Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Buch hierfür und zu Rezensionszwecken vom Verlag zur Verfügung gestellt. 

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, der Schreibstil war sehr flüssig und ich bin direkt gut in die Geschichte rein gekommen. 

Man lernt Ariane kennen, die in Deutschland lebt und erfährt, dass ihr Vater, der mit ihrer Mutter und Schwester in Schweden lebt, sehr plötzlich gestorben ist. Daraufhin kehrt sie nach Jahren wieder nach Schweden zurück. Das Manuskript, das er ihr vererbt hat, ist verschwunden. Somit macht sie sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit. 

Ich fand die Thematik sehr interessant. Es gibt zwei Zeitstränge: die Gegenwart und die Vergangenheit von 1987-1990. Hierbei geht es auch um die frühere DDR, Republikflucht und zerrüttete Familien. Mich konnte diese deutsche Geschichte wahnsinnig fesseln. 

Für mich war es auch interessant, mal die andere Seite kennen zu lernen. Ich habe immer nur in Westdeutschland gewohnt, hatte auch früher nicht soviel Bezug zu Ostdeutschland. Es zeigt auch sehr gut auf, wie grausam teilweise Familien getrennt wurden, nicht immer klappt eine spätere Zusammenführung. 

Alles in allem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen