Dienstag, 17. Oktober 2017

SOG von Yrsa Sigurdottir


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Gebundenes Buch mit SchutzumschlagISBN: 978-3-442-75664-3

Erschienen: 18.09.2017 



Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist. 


Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...

Meine Meinung:
Ich habe letztes Jahr schon den ersten Band dieser Reihe DNA gelesen und war daher sehr gespannt auf das neue Werk der Autorin. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag/Bloggerportal zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. 

Die Fälle an sind in sich abgeschlossen, können also auch unabhängig voneinander gelesen werden. Meiner Meinung nach spielen die privaten Belange der Ermittler hier aber auch eine recht große Rolle, so dass ich sie schon der Reihe nach lesen würde. 

Der Einstieg ist mir durch den flüssigen Schreibstil der Autorin wieder sehr gut gelungen. Der Epilog fängt auch schon sehr interessant an mit dem Verschwinden eines Mädchens. Dies spielt im Laufe der Geschichte noch eine große Rolle. Insgesamt beschäftigt sich das Buch recht heftig mit den Themen Mord, Missbrauch, Vergewaltigung und Rache. 

Teilweise hatte das Buch aber schon seine Längen, als durchgehend spannend habe ich es nicht empfunden. 

Auch hatte ich zum Schluss hin große Schwierigkeiten, dem Fortgang richtig zu folgen, da ich mich mit den isländischen Namen sehr schwer getan habe. 

Gut gefallen hat mir das geschwisterliche enge Verhältnis zwischen Freya und Baldur. Obwohl er im Gefängnis sitzt, lässt sie ihn nicht im Stich und kümmert sich um seine Angelegenheiten. Allerdings ging mir dieses kindische Hin und Her zwischen Freya und Huldar ein wenig auf die Nerven, es sind immerhin erwachsene Menschen. 

Alles in allem konnte mich das Buch schon in seinen Bann ziehen, aber richtig begeistern dennoch nicht. Alles in allem vergebe ich hier 4 Sterne. 

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